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gehaeusegrafik 5.8.19

Doppler-Kompensation für Dreiwegelautsprecher


Dass Dopplerverzerrungen bei Zweiwegelautsprechern ein gravierendes Problem sind, ist nach der Theorie klar und in der Praxis mit der "Delphi" eindrucksvoll verifiziert.

Die naheliegende Frage ist, ob eine Kompensation auch bei drei Wegen sinnvoll erforderlich ist.

Wir haben das einmal für einen Tieftonkanal mit einer Trennfrequenz von 150Hz berechnet: Beispiel: Bei einer Membranamplitude von +/- 5mm bei 20Hz und einem weiteren Ton von 90Hz (-10dB gegenüber den 20 Hz) entstehen neben den 90Hz 
bei 70Hz und 110Hz Bessellinien mit Magnituden von etwa 0,3%.der 90Hz-Linie.

Das ist zwar weit geringer als bei einem Zweiwegesystem, dürfte hier aber hörbar sein, da diese Frequenzen nichtharmonische Artefakte sind und wir bei dem vorgesehenen Tieftöner mit Klirren und Amplitudenmodulationen (auch bei 20Hz) unter diesem Wert liegen werden, so dass man schon deshalb nicht darauf "hoffen" kann, die Doppler-Intermodulationen würden durch andere Verzerrungen verdeckt.

Wir haben deshalb für eine neue Version der "Emotion 5" eine Filterweiche mit Dopplerkompensation entwickelt. (Die Filterschaltung ist übrigens von der 701 entlehnt, arbeitet also nicht mit getrennten Signalwegen für Hoch- und Tiefpasszweige, mit den bekannten Vorteilen für die Genauigkeit der Filterung.)
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