Splitted Power-Supply
: Jede Endstufe hat eigene Gleichrichter und eigene Ladekapazitäten. Die Modulationen der Versorgungsspannungen sind damit effektiv voneinander entkoppelt. Es fließen also keine Ausgleichsströme zwischen den Endstufen der einzelnen Frequenzbereiche.

Analoges zeitkompensiertes Subtraktivfilter: Die theoretischen Grundlagen dieser „Linear-Phase Crossover Networks“ wurden von Lipshitz und Vanderkooy an der „Universität von Waterloo“ (Ontario) entwickelt und gehören zum Feinsten, was die Analogtechnik hervorgebracht hat. Dabei werden die einzelnen Frequenzbänder durch Differenzbildung eines gefilterten und eines ungefilterten Signals mit entsprechender Zeitkompensation gebildet. Die einfache Subtraktion führt dazu, dass die Umkehrung, also die Addition der vom Lautsprecher erzeugten Schallwellen homogen „zusammenpassen“.

Power-MOS Ausgangsstufen: Die Endstufe ist im Prinzip ein Operationsverstärker in Bipolartechnik, ergänzt um eine DMOS-Ausgangsstufe. Damit ist sie frei vom „secondary breakdown“-Effekt und braucht im Gegensatz zu komplett bipolaren Schaltungen keine SOA-Überwachung. Der Ruhestrom wird aktiv eingestellt und ist intern temperaturkompensiert. Das dynamische Verhalten von MOS-Verstärkern ähnelt dem von Röhren. Unsere Endstufe ist aber mit einem sehr effektiven lokalen Linearisierungs-Feedback ausgestattet.

Bauteile selektieren: Frequenzbestimmende Bauteile für die Filter und die Regelkreise werden unter realistischen Bedingungen, also bei Spannungen und Temperaturen des späteren Einsatzes mit Messgeräten selektiert.

Einzelprüfung der Chassis: Vor der Weiterverarbeitung prüfen wir jedes einzelne Chassis. Zum Einbau des Sensors wird individuell die Lage der magnetischen Wechselfelder festgestellt und mit zusätzlich aufgebrachter Kohlefaser und dauerelastischer Beschichtung die Schwingungskoeffizienten eingestellt. Die Sensorik offenbart später auch solche Eigenschaften, die bei konventionellen Lautsprechermessungen unter Hüllkurven (Frequenzgang) verborgen bleiben.

Mechanische Dämpfung wird bei einem kybernetischen System nicht zur Kontrolle der Membranbewegung benötigt. Sie unterdrückt stehende Wellen der Luft im Gehäuse und die Energieübertragung in die Gehäusewände. Messungen ergeben, dass die Fasern der Rohbaumwolle wegen ihrer unregelmäßigen Struktur mit feinsten Hohlräumen breitbandiger und mit höheren Dämpfungen arbeiten als glatte Kunstfasern.

Gehäuse: Ein gut konstruiertes Lautsprechergehäuse besteht aus massiven Wänden und schwingungsarmem Material. Verstrebungen werden geschickt platziert und die einzelnen Abschnitte werden sorgfältig abgedichtet. Wichtiger als die Statik sind die dynamischen Effekte. Um eine große „Schwingungsfestigkeit“ zu erreichen, vermeiden wir dass Frequenzen stehender Wellen im Lautsprecherinneren mit Biegewellen der Wände zusammenfallen. Bei der Montage des Lautsprechergehäuses werden die einzelnen MDF-Platten ohne mechanische Spannungen verklebt, um eine "Schwingungsfreundlichkeit" des Gehäuses auszuschliessen.

Lack ist für uns nicht alles was glänzt. Wir verarbeiten Klavierlack, der Seite für Seite gegossen, von Hand geschliffen und poliert wird. Das ist ein aufwändiges Verfahren, auch deshalb, weil nach dem Gießen zwei Wochen Zeit zum Aushärten einzuhalten sind. Das Ergebnis ist eine spiegelglatte Oberfläche mit großartiger Farbtiefe und hoher Haltbarkeit, die sogar nach vielen Jahren bei Beschädigungen noch ausgebessert werden kann.